Die Faszien-Klangmassage

Die Faszien-Klangmassage ist aus meiner langjährigen körpertherapeutisch ausgerichteten Arbeit und der Arbeit mit verschiedenen Entspannungsmethoden (u.a. der Peter Hess®-Klangmassage) sowie meinem medizinischen Wissen entstanden. Sie ist eine sanfte Methode, die keinen muskulären Widerstand erzeugt. Ihre Philosophie beruht auf einer ganzheitlichen Grundhaltung (Interaktion von Körper, Seele und Ich) und dem Vertrauen in eine eigene Heilkraft. Es wird mit  speziellen Klangschalen für die Körperarbeit gearbeitet (Peter Hess®Therapie-Klangschalen).

Durch ihre  spürbare Tiefen-Entspannung, Verbesserung der Körperwahrnehmung, Beweglichkeit und Körper-Koordination kann sie als eigenständige Methode, als Ergänzung zu vielen anderen manuellen Techniken in der Physio- und Ergotherapie, der Osteopathie und der cranio-sacralen Arbeit eingesetzt werden und sie kann mit einigen Elementen aus der Peter Hess®-Klangmassage kombiniert werden.

Fas­zi­en:  Der Begriff Fas­zi­en ist aus dem Latei­ni­schen ent­lehnt. Fascia = Band. Auf Deutsch ist das Fas­zi­en­ge­we­be das Bin­de­ge­we­be. Im gesun­den Zustand ist das Bin­de­ge­we­be ein vis­co-elas­ti­sches drei­di­men­sio­na­les Netz­werk – ohne Anfang und Ende. Direkt unter der Haut und dem Unter­haut­fett­ge­we­be beginnt es wie ein inne­rer Tau­cher­an­zug. Je nach Bereich und Funk­ti­on in unter­schied­li­chen­Struk­tu­ren. Es umhüllt und durch­zieht in vie­len pul­sie­ren­den Schich­ten und ver­schie­de­nen Struk­tu­ren Mus­keln, Orga­ne und Kno­chen. Pols­tert und umhüllt Blut­ge­fä­ße, Ner­ven­bah­nen und Lymph­bah­nen. Bis in die Tie­fe, bis in jede ein­zel­ne Zel­le unse­res Kör­pers Es ist ein fas­zi­nie­ren­des Gewe­be das vie­le gegen­sätz­li­che Funk­tio­nen erfüllt: es formt uns, es ermög­licht unse­re Beweg­lich­keit und gleich­zei­tig auch unse­re Sta­bi­li­tät. Es ermög­licht die Kraft­über­tra­gung auf die Mus­ku­la­tur, dient als Puf­fer zwi­schen den Gewe­be­struk­tu­ren und ist dazu auch noch unser größ­tes Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Sin­nes­or­gan. Zum Bei­spiel fin­den sich im Fas­zi­en­ge­we­be mehr Schmerz­re­zep­to­ren als im Mus­kel­ge­we­be.
Die­ses Netz­werk reagiert bestän­dig auf unse­re Bewe­gun­gen und Bewe­gungs­mus­ter – somit auch auf unse­re Stim­mung und Befind­lich­keit. Und es bleibt unser gesam­tes Leben lang anpas­sungs­fä­hig. Bewe­gungs­man­gel, ein­sei­ti­ge Belas­tun­gen, schlech­te Ernäh­rung, Flüs­sig­keits­man­gel und Stress las­sen das ursprüng­lich elas­ti­sche, dehn­ba­re und gleit­fä­hi­ge Gewe­be ver­fes­ti­gen, ver­kle­ben und ver­schla­cken. Die Fol­gen sind Ein­schrän­kun­gen der Beweg­lich­keit,  Schmer­zen, bis hin zu Ein­schrän­kun­gen der Organ­funk­tio­nen.

Die Phi­lo­so­phie der Fas­zi­en-Klang­mas­sa­ge: Fas­zi­en zei­gen uns sehr deut­lich: “Alles ist mit Allem ver­bun­den”. Die Basis ist eine ganz­heit­li­che eige­ne Hal­tung mit der “Drei­heit” von Kör­per, See­le und Ich. Ver­trau­en in die kör­per­ei­ge­nen Regu­la­ti­ons­kräf­te und einem ord­nungs­stif­ten­den Prin­zip. Die­se kom­ple­xe ganz­heit­li­che Sicht­wei­se als eige­ne inne­re Hal­tung in Ver­bin­dung mit den ana­to­misch-phy­sio­lo­gi­schen Gege­ge­ben­hei­ten und der sanf­ten und mini­ma­lis­ti­schen Tech­nik zeich­net die Fas­zi­en-Klang­mas­sa­ge aus. 

Wir­kung: Eine inten­si­ve Kör­per­wahr­neh­mung wäh­rend und nach einer Fas­zi­en-Klang­mas­sa­ge und schnel­le Tiefen­ent­span­nung. Flie­ßen und Strö­men wird im gesam­ten Orga­nis­mus akti­viert – und dadurch wer­den phy­sio­lo­gi­sche und struk­tu­rel­le Wech­sel­be­zie­hun­gen har­mo­ni­siert und gestärkt. Das Fas­zi­en­ge­we­be wird wei­cher, elas­ti­scher und durch­läs­si­ger. Das sen­si­bi­li­siert die kör­per­ei­ge­ne Wahr­neh­mung, funk­tio­na­le Anpas­sungs­fä­hig­keit, Kör­per­ko­or­di­na­ti­on und Beweg­lich­keit ver­bes­sern sich und das men­ta­le Schmerz­emp­fin­den wird beein­flusst. So ist die Fas­zi­en-Klang­mas­sa­ge nicht nur eine wir­kungs­vol­le Ent­span­nungs­me­tho­de son­dern auch eine wir­kungs­vol­le Unter­stüt­zung bei kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen wie z.B. nach Schlag­an­fall, in der Schmerz­the­ra­pie und nach ope­ra­ti­ven Eingriffen.

 Ter­mi­ne Weiterbildung