Die Faszien-Klangmassage

ist ein Konzept, das ich aus meiner langjährigen körpertherapeutisch ausgerichteten Klangarbeit entwickelt habe. Es ist eine sanfte und ganzheitliche Methode, die über das myofasziale Gewebe (muskuläre Bindegewebe) wirkt und zu einer spürbaren Verbesserung der gesamten Körperwahrnehmung, Beweglichkeit und Körper-Koordination beiträgt. Darüber hinaus ist sie eine wohltuende Ergänzung zu den manuellen Techniken.

Hin­ter­grund:  Der Begriff Fas­zi­en ist aus dem Latei­ni­schen ent­lehnt, bedeu­tet Band, Bin­de  und wird im Duden als dün­ne, seh­nen­ar­ti­ge Mus­kel­hül­le ange­ge­ben. Das Fas­zi­en­ge­we­be ent­spricht dem Bin­de­ge­we­be. Im gesun­den Zustand ist es ein äußerst elas­ti­sches Netz­werk, das unser Kör­per­sys­tem in vie­len pusie­ren­den Schich­ten und unter­schied­li­chen Struk­tu­ren umhüllt und durch­zieht – bis in die Tie­fe, bis in jede ein­zel­ne Zel­le. Ein drei­di­men­sio­na­les Netz­werk ohne Anfang und Ende. Ohne das wir weder auf­recht ste­hen noch uns kraft­voll bewe­gen könn­ten. Es beginnt wie ein inne­rer Tau­cher­an­zug direkt unter der Haut, formt uns, ermög­licht unse­re Beweg­lich­keit und Kraft­über­tra­gung, ver­sorgt uns und ist gleich­zei­tig auch noch ein immenses Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Sin­nes­or­gan mit z.B. mehr Schmerz­re­zep­to­ren als im Muskelgewebe.
Die­ses Netz­werk bleibt unser gesam­tes Leben lang anpas­sungs­fä­hig und reagiert bestän­dig auf unse­re Bewe­gun­gen und Bewe­gungs­mus­ter. Durch Bewe­gungs­man­gel, ein­sei­ti­ge Belas­tung, ein­sei­ti­ge Ernäh­rung, Flüs­sig­keits­man­gel und Stress ver­fes­tigt sich das ursprüng­lich elas­ti­sche Gewe­be, ver­klebt und ver­filzt. Die Fol­gen rei­chen von Bewe­gungsein­schrän­kun­gen bis zu Ein­schrän­kun­gen der Organ­funk­tio­nen.

Ablauf der Fas­zi­en-Klang­mas­sa­ge: Wie in der klas­si­schen Klang­mas­sa­ge wird mit The­ra­pie­klang­scha­len und der Reso­nanz­wir­kung gear­bei­tet. Der Fokus liegt jedoch auf dem myo­fas­zia­len Gewe­be, das gezielt mit einer ent­spre­chen­den Tech­nik ange­regt und bewegt wird. In der Ver­bin­dung der ana­to­misch-phy­sio­lo­gi­schen Gege­ge­ben­hei­ten und dem vita­lis­ti­schen Denk­mo­dell – das bis auf Aris­to­te­les zurück geht – wird die Ganz­heit­lich­keit des men­schen­li­chen Lebens geachtet.

Wir­kung: Die Wahr­neh­mung im gesam­ten Kör­per ist sehr inten­siv. Das Fas­zi­en­netz wird elas­ti­scher, beweg­li­cher und durch­läs­si­ger. Ent­span­nen­de  Boten­stof­fe und Signa­le wer­den frei­ge­setzt und gesen­det. Dadurch wird die gesam­te phy­sio­lo­gi­sche und struk­tu­rel­le Wech­sel­be­zie­hung har­mo­ni­siert und gestärkt sowie die kör­per­ei­ge­ne Wahr­neh­mung sen­si­bi­li­siert.  Die funk­tio­na­le Anpas­sungs­fä­hig­keit, Kör­per­ko­or­di­na­ti­on und Beweg­lich­keit ver­bes­sern sich, men­ta­les Schmerz­emp­fin­den ver­än­dert sich. Sehr unter­stüt­zend bei kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen wie z.B. nach Schlag­an­fall und ope­ra­ti­ven Eingriffen.